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Mauerkragen für Rohrdurchführungen

Mauerkragen für Rohrdurchführungen dienen zur Abdichtung von Rohren und Leitungen, die durch Betonwände, Bodenplatten oder andere Betonbauteile geführt werden. Der Mauerkragen wird vor dem Betonieren auf der Rohr- oder Leitungsaußenseite montiert und anschließend in das Betonbauteil eingebunden. Dadurch wird der mögliche Wasserweg entlang der Außenseite der Durchführung unterbrochen.

Bei handwerker3000.de findest du Mauerkragen für unterschiedliche Rohr- und Leitungsdurchmesser sowie verschiedene Anwendungen – von Abwasserleitungen und glatten Rohrleitungen bis zu speziellen Durchführungen für Blitzschutz und Erdung. Entscheidend für die Auswahl sind insbesondere Außendurchmesser beziehungsweise Spannbereich, Leitungsart, Einbausituation und die technischen Anforderungen an die Abdichtung.

Wie funktioniert ein Mauerkragen?

Rohre und Leitungen bilden bei der Durchführung durch ein Betonbauteil eine potenzielle Schwachstelle. Ein Mauerkragen bildet rund um die Durchführung einen Sperrflansch. Dieser wird beim Betonieren vollständig in das Bauteil eingebunden und verlängert beziehungsweise unterbricht dadurch den möglichen Wasserweg entlang der Rohraußenseite.

Je nach Ausführung wird der Mauerkragen beispielsweise mit Spannbändern auf dem Rohr befestigt oder konstruktiv an den vorgesehenen Rohrdurchmesser angepasst. Die konkrete Montage richtet sich nach dem jeweiligen Produkt und den Einbauvorgaben des Herstellers.

Welcher Mauerkragen passt zu meiner Rohrdurchführung?

Für die Auswahl ist nicht allein die Bezeichnung oder Nennweite des Rohres entscheidend. Maßgeblich ist insbesondere der tatsächliche Außendurchmesser der abzudichtenden Rohrleitung beziehungsweise der angegebene Spannbereich des Mauerkragens.

Zusätzlich sollte vor der Auswahl geklärt werden, welche Art von Rohr oder Leitung abgedichtet werden soll. Das Sortiment umfasst unterschiedliche Lösungen für glatte Rohrleitungen, Abwasserleitungen sowie spezielle Leitungen aus dem Bereich Blitzschutz und Erdung.

Mauerkragen für glatte Rohrleitungen

Für glatte Rohrleitungen stehen Mauerkragen mit unterschiedlichen Spannbereichen zur Verfügung. Je nach Produktausführung können sie für verschiedene Rohr- und Leitungsarten eingesetzt werden. Vor der Bestellung sollte der Rohraußendurchmesser gemessen und mit dem angegebenen Spannbereich des jeweiligen Mauerkragens abgeglichen werden.

Mauerkragen für Abwasserleitungen

Für Abwasser- und KG-Rohre stehen speziell dafür vorgesehene Ausführungen zur Verfügung. Auch hier muss die gewählte Größe zum tatsächlichen Außendurchmesser des Rohres passen. Je nach Produkt unterscheiden sich Aufbau, Material, Montageart und technische Dichtheitswerte.

Mauerkragen für Blitzschutz und Erdung

Neben Rohrdurchführungen können auch Leiter für Blitzschutz- und Erdungsanlagen durch Betonbauteile geführt werden. Dafür stehen speziell auf die jeweilige Leitergeometrie abgestimmte Mauerkragen zur Verfügung. Diese Produkte sollten gezielt anhand der Abmessung und Form des vorgesehenen Leiters ausgewählt werden.

Mauerkragen oder Ringraumdichtung?

Ein Mauerkragen wird in der Regel vor der Betonage auf der Durchführung montiert und anschließend in das Betonbauteil eingebunden. Eine Ringraumdichtung kommt dagegen typischerweise zum Einsatz, wenn zwischen einer Medienleitung und einer vorhandenen Kernbohrung beziehungsweise einem Futterrohr ein Ringraum abgedichtet werden soll.

Welche Lösung geeignet ist, hängt daher wesentlich davon ab, ob die Durchführung bereits bei der Herstellung des Betonbauteils eingeplant wird oder eine vorhandene Öffnung beziehungsweise ein Futterrohr abgedichtet werden soll.

Worauf beim Kauf eines Mauerkragens achten?

  • Außendurchmesser der Rohrleitung oder Leitung exakt bestimmen
  • Spannbereich des Mauerkragens beachten
  • Eignung für die jeweilige Rohr- oder Leitungsart prüfen
  • Einbausituation in Wand oder Bodenplatte berücksichtigen
  • geforderte Druckwasserdichtigkeit anhand der Produktdaten auswählen
  • Gas- und Radondichtheit nur bei entsprechend ausgewiesenen Produkten voraussetzen
  • Material und Beständigkeiten mit dem Anwendungsfall abgleichen
  • Montage- und Einbauvorgaben des jeweiligen Herstellers beachten

Die konkreten technischen Eigenschaften unterscheiden sich je nach Mauerkragen. Angaben zu Druckwasserdichtigkeit, Material, Temperaturbereich, Spannbereich sowie Gas- oder Radondichtheit findest du deshalb direkt beim jeweiligen Produkt.