Putzwerfer & Handmörtelpumpen: Der große Ratgeber
Für das Verputzen von Wänden ist nicht zwingend eine teure Putzmaschine erforderlich. Gerade bei Renovierungen, einzelnen Räumen oder kleineren Bauprojekten lassen sich sehr gute Ergebnisse auch mit handgeführten Werkzeugen erzielen. Dadurch entfallen hohe Anschaffungskosten, aufwendige Reinigung und der Platzbedarf einer Putzmaschine, während gleichzeitig eine präzise Verarbeitung möglich bleibt.
Die klassische Methode besteht darin, den Putz mit einer Maurer- oder Putzkelle aufzunehmen und auf die Wand aufzutragen. Anschließend wird das Material mit einer Glättkelle, Kartätsche oder einem Flächenspachtel gleichmäßig verteilt und auf die gewünschte Schichtdicke abgezogen. Für Heimwerker stehen heute zusätzlich moderne Alternativen zur Verfügung, die den Putzauftrag deutlich vereinfachen.
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Putzwerfer – Effizienter Putzauftrag
Ein Putzwerfer ist ein Werkzeug zum gleichmäßigen Auftragen von Mörtel sowie Kalk-, Gips- oder Zementputzen auf Wände und Decken. Im Inneren des Werkzeugs befindet sich eine rotierende Stahlfederwalze, die den Materialtransport übernimmt. Durch das Betätigen der Handkurbel wird die Federwalze in Bewegung gesetzt und die Lamellen werden an einem Abstreifblech gespannt. Beim anschließenden Entspannen schleudern sie das aufgenommene Putzmaterial gleichmäßig auf den Untergrund. Er eignet sich für Renovierungen, Sanierungen und Neubauarbeiten und ermöglicht einen schnellen, gleichmäßigen Materialauftrag auf unterschiedlichen Flächen.
Vorteile: Mechanische Putzwerfer benötigen weder einen Stromanschluss noch einen Kompressor und sind dadurch flexibel einsetzbar. Sie zeichnen sich durch ein geringes Eigengewicht aus, lassen sich einfach transportieren und stellen aufgrund ihrer einfachen Konstruktion eine kostengünstige Lösung für den manuellen Putzauftrag dar.
Trichterpistole – Präziser Putzauftrag mit Druckluft
Je nach Ausführung arbeitet ein Putzwerfer mechanisch oder druckluftunterstützt. Druckluftbetriebene Modelle (Trichterpistole) werden an einen Kompressor angeschlossen und fördern das Putzmaterial über Düsen gleichmäßig auf den Untergrund. Für optimale Ergebnisse sollten Putzkonsistenz, Luftdruck und Düsengröße auf das verwendete Material abgestimmt werden. Ebenso wichtig sind ein tragfähiger, sauberer Untergrund und eine sorgfältige Vorbereitung, damit der Putz dauerhaft haftet und eine gleichmäßige Oberfläche entsteht.
Anschließend wird der Putz mit einer Kartätsche, Glättkelle oder einem Flächenspachtel auf die gewünschte Schichtdicke abgezogen und geglättet.
Vorteile: Der präzise Materialaustritt über die Düse ermöglicht einen kontrollierten Auftrag auch an schwer zugänglichen Bereichen wie Ecken, Kanten, Nischen oder Deckenflächen. Je nach gewählter Düsengröße lassen sich unterschiedliche Oberflächenstrukturen erzeugen und die Materialmenge gezielt anpassen. Gleichzeitig reduziert die gleichmäßige Verarbeitung den Kraftaufwand und minimiert Materialverluste durch Sprühnebel oder Verspritzen. Viele Putzwerfer sind zudem vielseitig einsetzbar und eignen sich neben klassischen Strukturputzen auch für Dekorputze, Lehmputze sowie weitere pastöse Beschichtungsmaterialien.
Handmörtelpumpe – Präzises Verfüllen von Fugen und Hohlräumen
Eine Handmörtelpumpe ist ein manuell betriebenes Verarbeitungswerkzeug zum gezielten Einbringen von Mörtel, Zementschlämme und anderen feinkörnigen Baustoffen. Sie wird überall dort eingesetzt, wo Material präzise dosiert und sauber verarbeitet werden muss, beispielsweise beim Verfüllen von Fugen, Hohlräumen, Türzargen, Mauerdurchführungen oder Anschlussbereichen. Durch den kontrollierten Materialaustritt lassen sich auch schwer zugängliche Stellen zuverlässig erreichen. Sie eignen sich für das präzise Verfüllen von Tür- und Fensterzargen, Mauerwerks-, Klinker- und Fliesenfugen sowie Hohlräumen, Rissen und Verankerungslöchern.
Die Funktionsweise basiert auf dem Kolbenprinzip. Beim Zurückziehen des Kolbens wird das Material direkt aus einem Eimer oder Mischgefäß in den Zylinder eingesaugt. Durch anschließendes Betätigen des Handgriffs wird der Mörtel mit gleichmäßigem Druck über eine Düse an die gewünschte Stelle gefördert. Dieses Verfahren ermöglicht einen kontrollierten Materialauftrag und reduziert Materialverluste sowie Verschmutzungen auf der Baustelle.
Je nach Ausführung können unterschiedliche Düsendurchmesser verwendet werden, um die Fördermenge und den Materialaustritt an die jeweilige Anwendung anzupassen. Voraussetzung für eine störungsfreie Verarbeitung ist eine homogene, ausreichend fließfähige Materialkonsistenz ohne grobe Zuschlagstoffe, damit die Handmörtelpumpe gleichmäßig arbeitet und Verstopfungen vermieden werden.
Handmörtelpumpen finden Anwendung im Mauerwerksbau, Innenausbau, bei Sanierungsarbeiten sowie im Beton- und Fassadenbau. Sie eignen sich insbesondere für Arbeiten, bei denen Mörtel oder Zementschlämme präzise eingebracht werden müssen und eine saubere, kontrollierte Verarbeitung entscheidend ist.
Mörtelpumpen mit verschiedenen Düsen für präzise Anwendungen
Handmörtelpumpen sind mit unterschiedlichen Düsen- und Anschlussvarianten erhältlich, um den Materialauftrag an verschiedene Einsatzbereiche anzupassen. Modelle mit Schlitzdüse eignen sich besonders zum gleichmäßigen Verfüllen flacher Fugen und schmaler Anschlussbereiche. Runddüsen, häufig mit abgewinkelter Ausführung, ermöglichen das gezielte Einbringen von Mörtel in Bohrlöcher, Tür- und Fensterzargen sowie schwer erreichbare Ecken. Ausführungen mit Schlauchanschluss bieten zusätzliche Flexibilität, da das Material auch in tiefe Hohlräume oder verwinkelte Bereiche präzise eingebracht werden kann. Die Wahl der passenden Düse verbessert die Dosiergenauigkeit und erleichtert eine saubere Verarbeitung.